Wegkreuz beim Buechliwald gesegnet

Am Donnerstagabend, 25. Mai, wurde das neu erstellte Kreuz zwischen Aeschi und Etziken im Rahmen einer Maiandacht gesegnet. Das neu errichtete Wegkreuz steht an der östlichen Ecke des Buechli-Waldes.

Der Kirchgemeinderat offerierte im Anschluss an die Maiandacht und Segnung der recht ansehnlichen Anzahl Mitfeiernden einen Apéro.

In den Jahren 2016 und 2017 wurde im Rahmen des Ausbaus und der Neugestaltung der Luzernstrasse und wegen einem Neubau eines Wohnhauses das Wegkreuz an der Hauptstrasse zwischen Aeschi und Etziken entfernt. Seit Herbst 2021 steht ein neues Holzkreuz an der östlichsten Ecke des Buechli-Waldes. Es ist das Werk von Hans Zwahlen und Benedikt Jäggi. Der Korpus des Vorgängerkreuzes wurde restauriert und übernommen. Ein «Bänkli» daneben lädt ein zu beschaulichem Verweilen in schöner Umgebung.

 

Wegkreuze: geschichtliche Notiz von Hansruedi Heiniger

Vor 40 Jahren wurden die beiden Wegkreuze – Steinkreuz Weiherrank und Holzkreuz Dorfausgang Richtung Aeschi – durch Verkehrsunfälle zerstört. Im Steinkreuz waren die Jahrzahlen 1684 und 1880 eingemeisselt. Das Holzkreuz wurde vor Jahrzehnten vom damaligen Jünglingsverein erstellt. Die beiden Kreuze wurden ersetzt und am Sonntag, 4. September 1983 vor Ort feierlich eingesegnet.

 

Gedanken von Papst Johannes Paul II.

In einer Ansprache zum Gedenktag der «Kreuzerhöhung sagte Papst Johannes Paul II. am 15. September 2002: 
«… Das Kreuz ist das wichtigste Kennzeichen des Christentums. Wo immer das Evangelium Wurzel gefaßt hat, steht das Kreuz als Zeichen der Anwesenheit der Christen. In den Kirchen und in den Wohnhäusern, in den Schulen, in den Krankenhäusern und auf den Friedhöfen ist das Kreuz schlechthin Zeichen für eine Kultur geworden, die aus der Botschaft Christi die Wahrheit und Freiheit, die Zuversicht und Hoffnung schöpft.

Auf Grund der Säkularisierung, die einen Großteil der heutigen Welt kennzeichnet, ist es wichtiger denn je, daß die Gläubigen auf dieses zentrale Zeichen der Offenbarung schauen und seine ursprüngliche und wahre Bedeutung erfassen.

Auch heute stellt die Kirche nach der Lehre der Kirchenväter das Kreuz als »Lebensbaum« vor, dem der eigentliche und volle Sinn jedes einzelnen Daseins und der ganzen Menschheitsgeschichte zu entnehmen ist. 

Seit Jesus es zum universalen Heilswerkzeug gemacht hat, ist das Kreuz kein Synonym für Verfluchung mehr, sondern für Segen. Dem von Zweifel und Sünde gequälten Menschen offenbart es, daß »Gott die Welt so sehr geliebt hat, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat« (Joh 3, 16). Mit einem Wort, das Kreuz ist das höchste Zeichen der Liebe.

Die jungen Christen in aller Welt tragen es deshalb mit Stolz und vertrauen Christus alle ihre Sorgen und Erwartungen der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens an.

Die Jungfrau Maria unter dem Kreuz konnte, mit dem Sohn vollkommen vereint, in einzigartiger Weise den tiefen Schmerz und die Liebe seines Opfertodes teilen. Niemand kann besser das Kreuz lieben lehren als sie. Der Schmerzhaften Jungfrau vertrauen wir die Jugendlichen und die Familien, die Nationen und die ganze Menschheit an. Wir bitten sie besonders für die Kranken und Leidenden, für die schuldlosen Opfer von Ungerechtigkeit und Gewalt, für die Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Das ruhmvolle Kreuz Christi sei für alle Zeichen der Hoffnung, der Befreiung und des Friedens.»